Glossar
Basaltemperaturkurve
Durch den Hormonhaushalt innerhalb des Zyklus einer Frau wird auch das Wärmeregulationszentrum beeinflusst. Das hat zur Folge, dass etwa in der Mitte eines regelmäßigen Zyklus die Basaltemperatur um etwa 0,4-0,6°C ansteigt. Gemessen wird täglich morgens zur selben Zeit und direkt nach mindestens 5-6 h Nachtschlaf an jeweils derselben Stelle (Mund oder Darm). Kurz vor der Menstruationsblutung wird die Temperatur wieder auf ihre Grundlinie abfallen.
Intrauterine Insemination
Zum Zeitpunkt des Eisprungs werden besonders aufbereitete Spermien mit Hilfe eines dünnen Katheters direkt in die Gebärmutterhöhle oder die Eileiter übertragen.
IVF
Bei der In-vitro-Fertilisation werden nach hormoneller Stimulation Eizellen mittels einer Punktionsnadel aus den Eierstöcken entnommen. Außerhalb des Körpers („in vitro“ = im Reagenzglas) werden diese dann mit dem aufbereiteten Sperma des Mannes zusammengeführt. Die so befruchteten Eizellen bzw. Embryonen werden einige Tage später zurück in die Gebärmutter oder den/die Eileiter transferiert.
ICSI
Bei sehr schlechter Spermienqualität wird man statt der IVF eine ICSI (intrazytoplasmatische Spermieninjektion) als Methode der Wahl zur Befruchtung der Eizellen wählen. In die nach gleichem Prinzip entnommenen Eizellen wird mittels einer feinen Injektionspipette je ein einzelnes Spermium platziert („injiziert“).
Kryokonservierung
Wurden in einem stimulierten Zyklus während der Punktion reichlich Eizellen entnommen und auch mehr als die für einen Transfer vorgesehenen Eizellen erfolgreich imprägniert, kann die überzählige Zahl kryokonserviert („tiefgefroren“) werden. So kann zu einem späteren Zeitpunkt die Stimulation sowie die Eizellpunktion entfallen.
Blutungsanomalien
Störungen des normalen Zyklusgeschehens können nicht nur sehr lästig sein, sondern auch zu gesundheitlichen Störungen führen. Sie können auch Zeichen von hormonellen Störungen sein, die auch Einfluss auf andere Organsysteme nehmen können und daher behandlungsbedürftig sind.
Zur Abklärung dieser Störungen stehen uns alle modernen Verfahren in Diagnostik und Therapie zur Verfügung, wobei sich das Vorgehen natürlich ganz an der Lebensphase und den Wünschen der Frau orientieren muss.
Endometriose
Die Endometriose ist eine gutartige, aber oft chronische und fortschreitende Erkrankung der Frau im fortpflanzungsfähigen Alter, die sich oft durch zunehmend schmerzhafte Regelblutungen, Unterbauchschmerzen und Blutungsunregelmäßigkeiten bemerkbar macht. Oft kommt es auch zu Unfruchtbarkeit. In ausgeprägten Fällen kann es auch zu Zystenbildung in den Eierstöcken und zur Schädigung von Nachbarorganen (Darm, Blase) kommen.
Myome
Myome sind gutartige Geschwülste der Muskulatur der Gebärmutter. Nicht jedes Myom muss entfernt werden. Machen Myome jedoch Beschwerden, oder verursachen sie Blutungsstörungen, wachsen sie merklich, oder besteht unerfüllter Kinderwunsch, so muss über eine Operation gesprochen werden. Wenn auch andere Verfahren erprobt werden, stellt die Operation die Standardbehandlung von Myomen dar. Bei jungen Frauen und allgemein, wenn die Erhaltung der Gebärmutter gewünscht wird, müssen Myome operativ entfernt werden. Wir führen diese Operationen je nach Größe, Lage und Zahl der Myome möglichst per Bauchspiegelung (Minimal Invasive Chirurgie), wenn nötig aber auch per Bauchschnitt durch. Besonders bei Frauen mit Kinderwunsch ist oberstes Ziel immer der Erhalt einer funktionsfähigen Gebärmutter. Diesem Ziel muss sich die Art der Operation unterordnen. Myome, die in den Innenraum der Gebärmutter hineinwachsen, können heute meist durch eine Gebärmutterspiegelung entfernt werden.
Fehlgeburten
Leider enden über 20 Prozent aller Schwangerschaften mit einer Fehlgeburt. Kommt es aber drei mal, oder öfter in Folge zu einer Fehlgeburt, so spricht man von „habituellen Aborten“. Paare mit diesem Problem sollten sich einer entsprechenden Diagnostik unterziehen, damit eine angepasste Therapie erfolgen kann. Diese Diagnostik und die meisten der daraus abgeleiteten Therapien sind sehr aufwendig und entsprechend teuer.
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