Chance
...noch ein Wort zur Schwangerschaftswahrscheinlichkeit
Die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten einer Schwangerschaft liegt bei einer intrauterinen Insemination mit milder Stimulation bei ca. 15 %.
Bei einer Therapie mittels IVF bei 30 % und bei ICSI bei 30 - 35 %.
Eine Behandlung mit zuvor eingefrorenen befruchteten Eizellen (Vorkernstadium) hat eine Wahrscheinlichkeit von ca. 20 %.
Alle hier genannten Schwangerschaftswahrschienlichkeiten beziehen sich auf einen Versuch der jeweiligen Therapie. Die kumulativen Schwangerschaftsraten sind natürlich deutlich höher und erreichen je nach Therapie bis zu 70 – 80 %.
Wie bei jeder Schwangerschaft, kann es auch nach einer IVF-Behandlung in seltenen Fällen zu einer Eileiterschwangerschaften kommen. Der Grund hierfür ist, dass Embryonen wandern können. Bei regelmäßiger Kontrolle kann dies jedoch frühzeitig erkannt und sofort behandelt werden.
Rund 8 bis 10% aller Schwangerschaften enden in einer Fehlgeburt. Bei der In-vitro- Fertilisation ist dieses Risiko auf etwa 13% erhöht. Dies liegt u. a. am höheren Durchschnittsalter der IVF-Schwangeren im Vergleich zu Schwangeren, die keiner Kinderwunschtherapie bedürfen.
Risiko
Wie jede andere Therapie ist auch die In – Vitro - Fertilisation (IVF und ICSI) mit Risiken verbunden.
Überstimulationssyndrom Trotz sorgfältiger Ultraschall- und Hormonkontrolle kann es zu einer nicht vorhersehbaren Überstimulation kommen. Das sogenannte Überstimulationssyndrom ist mit einer deutlichen Vergrößerung der Eierstöcke, Unterbauchschmerzen sowie relativ hohen Östrogenspiegeln verbunden, die zu einer vermehrten Gefäßdurchlässigkeit und damit zu einer Wasseransammlung im Bauchraum und einem erhöhten Thromboserisiko führen. Diese Symptome sind jedoch gut zu behandeln und bilden sich wieder vollständig zurück. Unter Umständen muss die Behandlung auch stationär erfolgen. Im Vordergrund steht hierbei die Infusions- und Schmerztherapie sowie die Thromboseverhinderung. In seiner schwersten Ausprägung kommt es allerdings nur in < 1 % der Behandlungen vor.
Mehrlinge
Ein weiteres Risiko der Kinderwunschtherapie stellen Mehrlings-schwangerschaften dar. In ca. 20% werden Zwillinge geboren;
in ca. 3% kommen Drillinge zur Welt.
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